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Das Archiv in der App – Kontextualisierung, Aktivierung und Diversifikation mithilfe von digitalisierten Archivalien in Kunstausstellungen

Conference contribution
Authors Alexandra Herlitz
Jonathan Westin
Published in Museum and the Internet: MAI-Tagung 14.-15. Mai 2018, Potsdam
Publication year 2018
Published at Department of Cultural Sciences
Department of Conservation
Language de
Links www.mai-tagung.lvr.de/media/mai_tag...
Keywords Digital humanities, digital humaniora, Ivar Arosenius, Archiv, Archivalien, App, Museum, Ausstellung, Kunstausstellung, Kunstmuseum, Performativität, Affekt, Museumsbesucher
Subject categories Other Engineering and Technologies, Other Humanities, Arts

Abstract

Im Rahmen des interdisziplinären Forschungszentrums Digital Humanities an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göteborg, samt einer Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum Stockholm, dem Kunstmuseum Göteborg und der schwedischen Literaturbank (”Litteraturbanken”) wurde ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, welches die Digitalisierung eines Archives zum schwedischen Künstler Ivar Arosenius als Ausgangspunkt hat. Die Frage, die diesem Projekt zu Grunde liegt, beschäftigt sich damit wie der Künstler Ivar Arosenius und neue Kenntnisse zu seinem Leben und Wirken durch das digitale Archiv evoziert werden können. Eine Studie dieses Forschungsprojektes behandelt die Thematik wie das digitale Archiv Museumsbesuchern nutzbar gemacht werden kann, ohne dabei das visuelle Museumserlebnis anderer Museumsbesucher zu stören. Zu diesem Zweck wurde eine Applikation (”app”) für Mobiltelefone vom Forschungsteam produziert, welche mit Hilfe von augmented reality ausgewählte Archivalien im Ausstellungskontext zugänglich macht und somit dem Besucher Impulse geben soll selbständig kognitiv sinnvolle Narrative zu erstellen. Die zentralen Fragen dieses Papers behandeln die Umsetzung eines museumspädagogischen Ansatzes, der die Besucher mit einem angemessenen und relevanten Narrativ versorgt, das zudem drei praktische Schwerpunkte inkludieren soll: Kontextualisierung, Aktivierung und Diversifikation. Die ausgestellten Kunstwerke sollen mithilfe von sorgfältig ausgewähltem Archivmaterial auf gehaltvolle Weise kontextualisiert werden. Gleichzeitig soll ein demokratischer, performativer museumspädagogischer Ansatz verfolgt werden, der die Besucher mit Möglichkeiten versieht selbständig ein Narrativ abzulesen ohne diesen ein vorgefertigtes solches an die Hand zu geben. Dies ist Teil des kritischen Interpretationsprozesses welcher Besucher in der Ausstellung aktivieren soll und welcher etablierte Narrative (sog. master narratives) diversifizieren soll. Die unterschiedlichen Typen digital bereitgestellter Archivalien (Fotografien, Briefe, andere Werke usw.) können weiterhin durch unterschiedliche Afftektwerte dazu beitragen Museumsbesucher zu aktivieren. Durch einen Direktkontakt mit dem unkommentierten Archivmaterial soll zudem die vermittelnde Stimme des Curators unsichtbar gemacht werden, um Effekte von Affekt und Performativität durch die historischen ”Stimmen” zu erzielen, während das Publikum sich seine eigenen, aber gesteuerten, Vorstellungen von behandelten Aspekten erschafft. Spezifisch vorgestellt wird in diesem Vortrag ein Fallbeispiel zu einem Porträt welches Ivar Arosenius’ Ehefrau Eva darstellt. Dieses Gemälde wurde in unserem Experiment begleitet von vier unterschiedlichen Sets digitalisierter Archivalien, welches mittels genannter App mehreren Gruppen von Probanden in der Ausstellung zur Verfügung gestellt wurde. Das theoretische Rahmenwerk für diese Fallstudie stammt aus den Bereichen Kunstwissenschaft, Visual studies, Museumspädagogik, Archivwissenschaft, Filmwissenschaft, Geschichte und Anthropologie.

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